William Blake

William Blake steht kurz vor einer Ausstellung im Ashmolean Museum in Oxford, die sich mit der künstlerischen Entwicklung dieses großen romantischen Visionärs beschäftigt. Es ist zeitgemäß, denn Blake verdient mindestens so viel Ruhm wie JMW Turner, der derzeit so viel Aufmerksamkeit bekommt. Zum einen schuf er das eindringlichste Kunstwerk unserer Zeit. Dringend, das heißt, wenn man es nicht aus der Sicht von Kunst, Literatur, Galerien oder Schultexten betrachtet, sondern die Perspektive des Planeten Erde. Wenn Gaia uns sagen könnte, was sie lesen und anschauen soll, würde sie sicherlich „The Tyger“ flüstern.

Es ist nicht genug, um Tiere zu retten. Wir müssen Tiere retten, die uns zerstören wollen. Wir müssen die Natur nicht nur als Dekoration bewahren, sondern als etwas, das größer ist als wir. Tiger sind unendlich wertvoll und furchtbar bedroht. Eine solche Kreatur in der Wildnis zu verlieren wäre, das Wunder der Fremdartigkeit, Andersartigkeit und unmenschlichen Größe zu verlieren, das Blake mit Staunen erfüllte:

Tyger tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Could frame thy fearful symmetry?

Jim Jarmuschs seltsamer und wunderschöner „dead man“ ist ein visionärer Western über einen Gesetzlosen namens William Blake und einen Inder namens Nobody, die gemeinsam durch den alten Westen fliehen, den skrupellosen Kopfgeldjägern und feindlichen Banden verrückter Grenzgänger einen Schritt voraus sind.